Es ist ja kein Geheimnis, dass am 24. Dezember Weihnachten ist...die Vorbereitungen machen wir – je nach Alter – zum wahrlich wiederholten Male. Die To-Do-Liste ist lang: Geschenke besorgen, Vanillekipferl backen...für den Lebkuchen ist es schon zu spät, der wird nimma weich...Menu vorbereiten, Punschtrinken mit der Volksschulfreundin, Punschtrinken mit den Ex-Kollegen, Christkindlmarkt mit den Nichten, Geschenkpapier aussuchen, Christbaum holen, Christbaum aufputzen, Geschenke verpacken, Karten schreiben, Wein besorgen, Wohnung dekorieren, wo hab ich nochmal die Lichterkette hingegeben...Wir hätten für das meiste davon ziemlich viel Zeit, die nehmen wir uns aber aus irgendeinem Grund nicht und am Ende kommt dann alles zusammen...der 22. und 23. ist vollgepackt...der Baum wird dann am 23. so gegen 23 Uhr aufgeputzt, die heißen Vanillekipferl nehm’ma knapp vor dem Weihnachtsessen aus dem Rohr, die Packerln sind ca. sieben Minuten vor der Bescherung fertig. Wir Agentur-Menschen erleben das ja nicht nur ein Mal im Jahr...jede Wettbewerbspräsentation läuft so ab...rechtzeitig kommt das Briefing vom potenziellen Kunden, wir haben einen Monat bis zum Präsentationstermin. Das wird diesmal eine Präse! Endlich g’scheit Zeit zum Vorbereiten...Ideen spinnen...richtig tiefgreifend recherchieren...eine fesche Präse aufsetzen, die sich so richtig gewaschen hat, weil wir haben die Zeit und können das ja dann dem Grafiker noch mal zum Behübschen und Animieren geben...und jedes Jahr...äähhh...jedes Mal dasselbe...Oh Gott, in drei Tagen is Präsentation...Panik...Nachtschicht...noch mehr Panik...noch mehr Nachschichten...finally: Präsentation...danach is alles ruhig...der ganze Stress ist mit einem Schlag vorbei...Stille Nacht halt...
Unser Held Bill Gates und die Frage, warum gerade die Image-Profis mit einem Image-Problem kämpfen?
„If I were down to my last dollar, I’d spend it on PR“ - also Bill Gates würde seinen letzten Dollar in PR investieren. Gut, als einer der reichsten Männer der Welt, wird die Aussage nicht so schnell auf die Probe gestellt. Aber diese Grundeinstellung macht ihn schon mal zum Helden meiner Zunft. Es haben nur leider nicht alle Manager diese Ansicht. Es ist doch etwas kurios, dass wir, die PR-Branche, die eigentlich Profis in Sachen Image sind, mitunter ein Image-Problem haben. Als enthusiastische Gründerin und Neo-Geschäftsführerin einer PR-Agentur hab ich in den letzten Wochen nicht nur ein Mal die Frage gestellt bekommen: eine PR-Agentur? Läuft da das G’schäft überhaupt noch? Mehr denn je, ist meine unerschrockene Antwort. Als Vollblut-PR-Profi fühle ich mich ja fast persönlich angegriffen. Der Hintergrund ist ganz klar, für viele ist PR klassische Medienarbeit, Presseaussendungen publizieren, Pressekonferenzen organisieren, Medienkontakte pflegen. Das war einmal. Das schaut im Zeitalter der Digitalisierung ganz anders aus. Die PR ist wie viele andere Branchen ebenso in einem Transformationsprozess. Aus One-Way-Information wurde Engagement und Involvement. Das macht den Job heute sicher viel kleinteiliger und differenzierter, aber umso spannender und unverzichtbarer – für Bill Gates, für alle anderen Companys da draußen und für die PR-Branche selbst.