PR-Welt

Von harten Nüssen und programmiertem Scheitern - soll man Kamikaze-Jobs in der PR annehmen?

Mein Traumjob in der PR-Welt ist wieder zu haben. Der White House-Sprecher hat kürzlich das Handtuch geworfen – und die Medien haben ihm dazu von Herzen gratuliert. Ja, Pressesprecher für den Präsidenten ist, glaub ich, zur größten Herausforderung in der PR-Welt geworden – um es diplomatisch zu formulieren. Vermutlich ist der Job unlösbar...keine harte Nuss, keine große Aufgabe, sondern einfach ein Kamikaze-Kommando. Kamikaze-Jobs begegnen einem in der PR-Welt, und ich denke in der restlichen Welt, immer wieder. Ich hab ja einen Hang dazu, sie anzunehmen. Weil ich es sportlich nehm’, von der PR als Disziplin und freilich auch meiner Expertise überzeugt bin. Nona...sonst tät ich ja was Anderes. Ich muss mir allerdings eingestehen, dass Kamikaze-Jobs selten von Erfolg gekrönt waren, denn sie sind das programmierte Scheitern. Der CEO, der von PR nichts hält, die Führungsetage, die alle kritischen Infos dem Pressesprecher verweigert, der Finanzer, der in dir nur das Einsparungspotenzial sieht – du wirst sie nicht missionieren...bevor man bei den richtigen argen Jobs gleich lauthals „hier“ schreit, sollte man mal vielleicht doch eine Runde drüber schlafen...sonst wird aus dem vermeintlichen Traumjob fürchterlich schnell ein Albtraum...Und btw: Good luck der neuen Sprecherin im Weißen Haus!

 

Kein Platz für Kassandra - warum die Digitalisierung Freude und nicht Angst verbreiten sollte

Sie ist scheinbar überall. Sie ist das neue Schreckgespenst der Pessimisten, Zukunftsverweigerer und Gewerkschafter: Die Digitalisierung. Die Digitalisierung wird derzeit für schier alles verantwortlich gemacht. Besonders für die Arbeitslosigkeit. Alles nur eine Frage der Zeit, bis Roboter Menschen ersetzen. Ich bin nicht aus der IT-Branche und habe kein Tech-Start-up, und ich finde die Digitalisierung einfach großartig. Nicht nur, dass sie die Arbeit erleichtert, mein Leben bereichert und einfach neue Möglichkeiten eröffnet. Sie trägt in vielerlei Hinsicht dazu bei, dass PR eine wesentlich interessantere und aufregendere Disziplin wurde und weiterhin werden wird. Wieso? Mal davon abgesehen, dass sowohl die klassischen Online-Medien als auch die sozialen Medien die Spielwiesen und Spielweisen der PR-Pros verändert haben, zeigt uns die Digitalisierung, dass sie den Menschen mehr denn je fordert. Und zwar im kreativen Denken. Die kreative Leistung ist etwas, das ein Computer nie ersetzen kann. Im Gegenteil die Digitalisierung ist auf die Kreativität des Einzelnen angewiesen. Deswegen – allen Kassandra-Rufen zum Trotz – heißen wir die Digitalisierung in unserer Arbeitswelt und in der PR-Welt willkommen. Sie erleichtert uns das Alltägliche und fordert uns im Besonderen, in unserer Kreativität!